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Mirtazapin

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Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen kein Beratungsgespräch mit Arzt oder Apotheker. Sprechen Sie bei Fragen zu Remeron (Mirtazapin) mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal.

Remeron (Mirtazapin) im klinischen Kontext: Was es ist und wo es passt

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und beeinflussen das Alltagsleben vieler Menschen. Studien deuten darauf hin, dass antidepressive Therapien oft mehrere Wochen benötigen, bevor eine spürbare Besserung eintritt. Remeron gehört zur Arzneimittelklasse der NaSSA – Noradrenergic and Specific Serotonergic Antidepressants – und wirkt dadurch auf unterschiedliche Botenstoffe im Gehirn.

In der Schweiz ist Remeron in der Regel verschreibungspflichtig; die konkrete Regelung hängt von lokalen Bestimmungen und dem Behandlungsplan Ihres Arztes ab. Wenn dieses Medikament als Teil Ihres Behandlungsplans sinnvoll erscheint, klären Sie dies gemeinsam mit einer Fachperson.

Remeron kann helfen, depressive Symptome zu lindern, Schlafprobleme zu beeinflussen und den Appetit zu regulieren. Im Vergleich zu vielen anderen Antidepressiva bietet es ein anderes Wirkprinzip, das insbesondere bei bestimmten Symptomprofilen von Vorteil sein kann.

Wie bei allen Antidepressiva gilt auch hier: Geduld ist wichtig. Die Wirkung entwickelt sich typischerweise schrittweise, und zu Beginn können Nebenwirkungen auftreten. Sprechen Sie frühzeitig mit dem behandelnden Arzt, wenn Begleiterscheinungen Sie stark belasten.

Dieses Medikament wird häufig gewählt, wenn Schlafstörungen oder Veränderungen des Appetits relevant sind oder wenn andere Antidepressiva nicht ausreichend wirken. Ihr Arzt wägt Nutzen und Risiken sorgfältig ab und berücksichtigt Begleiterkrankungen, andere Medikamente und Lebensumstände.

Anwendungsgebiete und Entscheidungsprozesse bei Remeron

Primäres Einsatzgebiet ist die Behandlung von Depressionen, insbesondere wenn Schlafprobleme oder Appetitveränderungen präsent sind. Remeron kann auch als Teil einer umfassenden Therapie genutzt werden, die Psychotherapie und andere Maßnahmen umfasst.

Die Entscheidung zwischen Remeron und anderen Antidepressiva hängt von individuellen Merkmalen ab. Dazu gehören das Schlafverhalten, das Gewicht, frühere Reaktionen auf Medikamente, Begleiterkrankungen sowie potenzielle Wechselwirkungen mit anderen Mitteln.

Zusammen mit dem Arzt wird geprüft, ob Begleitprobleme wie Angststörungen, Traumata oder sich wiederholende depressive Episoden Einfluss auf die Wahl haben. Die Behandlungsziele können von Symptomlinderung bis hin zu einer verbesserten Lebensqualität reichen.

Andere Behandlungen, wie selektive Serotonin-Wed inhibitoren (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI), haben oft andere Nebeneffekte und Wirkrichtungen. Die Wahl hängt davon ab, wie gut diese Optionen bisher gewirkt haben und welche Nebenwirkungen tolerierbar sind.

Bei bestimmten Patientengruppen oder Begleiterkrankungen können alternative oder zusätzliche Therapien sinnvoller sein. Ältere Patienten, Personen mit Leber- oder Nierenproblemen oder solche, die andere Medikamente einnehmen, benötigen eine individuelle Abwägung. Prüfen Sie regelmäßig gemeinsam mit dem Arzt, ob die Behandlung angepasst werden muss.

Wirkmechanismus und Unterschiede zu verwandten Antidepressiva

Remeron wirkt primär durch Modulation von Noradrenalin und Serotonin, allerdings auf eine Art und Weise, die sich von herkömmlichen SSRI oder SNRI unterscheidet. Es beeinflusst bestimmte Serotonin-Rezeptoren, während es gleichzeitig die Freisetzung von Noradrenalin erhöht. Dieser doppelte Mechanismus kann bei bestimmten Symptomen, wie Schlafstörungen, eine besondere Rolle spielen.

Im Vergleich zu klassischen SSRI hat Mirtazapin oft eine stärkere beruhigende Wirkung und kann den Appetit steigern. Das kann in Phasen mit Schlafproblemen oder ungewolltem Gewichtsverlust von Vorteil sein, aber auch zu Gewichtszunahme führen, was für manche Patientinnen und Patienten relevant ist.

Die Nebenwirkungsprofile unterscheiden sich ebenfalls: Viele Anwender berichten von Schläfrigkeit, Mundtrockenheit oder leichter Schwindelgefühl am Anfang der Behandlung. Andere Antidepressiva können eher Übelkeit, sexuellen Funktionsstörungen oder Unruhe verursachen. Jedes Arzneimittel hat sein eigenes Muster an Vorteilen und Risiken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Unterschiede vor allem im Symptomprofil, der Schlaf- und Gewichtswirkung sowie dem individuellen Nebenwirkungsprofil liegen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt über Ihre Prioritäten, damit die Wahl zur Behandlungszielsetzung passt.

Wie wirkt Mirtazapin im Vergleich zu SSRI/SNRI

Im Gegensatz zu vielen SSRI/SNRI erfolgt der Nutzen von Remeron in einem anderen neuronalen Gleichgewicht. Das Medikament beeinflusst mehrere Serotoninrezeptoren und erhöht zugleich die Noradrenalin-Aktivität in bestimmten Bahnen. Diese Konstellation kann bei Patienten mit Einschlafstörungen oder Appetitveränderungen zu einer anderen Wirksamkeit führen.

Der Zugang zu Wirkmustern ist bei Mirtazapin anders gelagert: Es kann bei bestimmten Symptomen effektiver sein, während andere Antidepressiva besser bei anderen Clustern wirken. Eine individuelle Beurteilung bleibt zentral; Informationen aus dem Beipackzettel und der ärztlichen Beratung helfen, eine passende Entscheidung zu treffen.

Wichtige Unterschiede in Nebenwirkungen

Das Nebenwirkungsprofil von Remeron unterscheidet sich in einigen Punkten von dem anderer Antidepressiva. Schläfrigkeit, Gewichtszunahme und Mundtrockenheit treten häufiger auf, während sexuelle Funktionsstörungen weniger häufig berichtet werden. Diese Unterschiede bedeuten nicht, dass Remeron für jeden geeignet ist, aber sie können in der Abwägung helfen, eine passende Therapie auszuwählen.

Head-to-Head: Remeron im Vergleich zu gängigen Antidepressiva

In diesem Abschnitt finden Sie eine kompakte Gegenüberstellung von Remeron (Mirtazapin) mit zwei weit verbreiteten Alternativen. Die Tabelle bietet Orientierung zu primärem Einsatz, typischem Wirkungseintritt und einem zentralen Vorteil, ohne Preisangaben oder spezifische Dosierungsinformationen.

Bitte beachten Sie: Die hier dargestellten Merkmale beziehen sich auf typische Einsatzgebiete und allgemeine Erfahrungen. Die individuelle Wirkung kann variieren. Für eine persönliche Einschätzung konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

NamePrimärer EinsatzTypischer WirkungseintrittHauptvorteil
Remeron (Mirtazapin)Depressionen; Schlafstörungen; AppetitregulationSchrittweise über WochenBeruhigende Wirkung; potenzielle Appetitsteigerung
SertralinDepression, AngststörungenWirkbeginn erst nach mehreren WochenBreites Spektrum, gut dokumentierte Wirksamkeit
VenlafaxinDepression, Angststörungen, chronische SchmerzsymptomatikAllmähliche Besserung im Verlauf mehrerer WochenStärkere Noradrenalin-/Serotoninwirkung bei bestimmten Symptomen

Bei der Entscheidung helfen Gespräche über Schlafverhalten, Gewichtsentwicklung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Die Wahl hängt stark von individuellen Bedürfnissen und Begleiterkrankungen ab.

Hören Sie aufmerksam auf Ihr Körpergefühl und melden Sie sich bei unerwünschten Effekten frühzeitig bei Ihrem Behandler. Die Alternativen haben jeweils ihr eigenes Profil, das auf Ihre Lebensumstände abgestimmt werden sollte.

In der Schweiz bleiben Anpassungen der Behandlung möglich, falls sich Symptome ändern oder neue Risikofaktoren auftreten. Die Beurteilung erfolgt immer zusammen mit einer medizinischen Fachperson.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Option besser geeignet ist, können Sie eine Übergangs- oder Kombinationsstrategie mit Ihrem Arzt besprechen. Ziel ist eine sichere und wirksame Behandlung unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Situation.

Zusammengefasst: Remeron bietet eine einzigartige Balance zwischen Schlaf, Appetit und depressiven Symptomen. Die anderen Optionen haben ebenfalls klare Stärken; die beste Wahl hängt von Ihrem persönlichen Profil ab.

Praktische Anwendung und Einnahmehinweise

Die Einnahme von Remeron erfolgt gemäß ärztlicher Anweisung. Die genaue Dosierung und Anpassung erfolgen individuell und sollten nur nach ärztlicher Rücksprache verändert werden. Es ist wichtig, regelmäßig zu berichten, wie Sie auf das Medikament reagieren.

Wenn eine Einnahme verpasst wird, setzen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig fort oder aus. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie fortfahren, um eine lückenlose Behandlung sicherzustellen.

Nehmen Sie Remeron idealerweise zur gleichen Tageszeit ein. Das Medikament kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden, wobei der persönlichen Verträglichkeit Priorität zukommt. Alkohol kann die beruhigende Wirkung verstärken und Nebenwirkungen erhöhen; dies sollte vermieden oder mit dem behandelnden Arzt geklärt werden.

Bei geplanten Operationen, anderen verschreibungspflichtigen Medikamenten oder pflanzlichen Präparaten ist eine rechtzeitige Information des Arztes wichtig. Manche Substanzen können die Wirkung beeinflussen oder das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Sprechen Sie offen über alle Mittel, die Sie anwenden.

Die Dauer einer Behandlung variiert. In der Regel wird der Arzt den Verlauf überwachen und die Behandlung entsprechend anpassen. Ziel ist eine sichere Stabilisierung der Stimmung und eine Rückkehr zu Alltagsaktivitäten.

Sicherheitsprofil: Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Wie alle Arzneimittel kann Remeron Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten Reaktionen betreffen Schlafverhalten, Appetit, Mundtrockenheit sowie gelegentliche Schwindelgefühle. Die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Behandlung auf und nehmen oft im Verlauf ab.

Zu den häufiger berichteten Nebenwirkungen gehören beeinträchtigter Schlaf am Tag, Gewichtszunahme, Verstopfung, Schläfrigkeit und Schwindel. Gelegentlich können Übelkeit, Kopfschmerzen oder Veränderungen des Blutdrucks auftreten. Sprechen Sie mit dem Arzt, wenn Sie starke oder anhaltende Beschwerden bemerken.

Gegenanzeigen umfassen bekannte Überempfindlichkeit gegen Mirtazapin, schwere Leber- oder Nierenerkrankungen sowie das kombinierte Verwenden mit bestimmten anderen Medikamenten, die den Serotonin- oder Noradrenalin-Stoffwechsel beeinflussen. Informieren Sie den Arzt über alle bestehenden Erkrankungen und Medikamente.

Es besteht ein geringes, aber ernstes Risiko von Verstimmungen der Stimmung oder Suizidgedanken besonders zu Behandlungsbeginn. Halten Sie regelmäßigen Kontakt mit dem Behandler und melden Sie ungewöhnliche Gedanken oder Verhaltensweisen umgehend.

Wie immer gilt: Suchen Sie bei schweren oder anhaltenden Symptomen medizinische Hilfe. Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion, Brustschmerzen, Atemnot oder plötzlicher Verschlechterung sollten Sie sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Wichtige Wechselwirkungen

Remeron kann mit anderen Medikamenten interagieren. Informieren Sie daher immer alle behandelnden Fachpersonen über sämtliche Arzneimittel, die Sie einnehmen – inklusive rezeptfreier Präparate und pflanzlicher Mittel.

Zu beachten sind Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern, anderen zentralnervösen Medikamenten und Substanzen, die den Serotonin- oder Noradrenalin-Stoffwechsel beeinflussen. Gleichzeitige Einnahme mit Alkohol kann die sedierende Wirkung verstärken. Sprechen Sie außerdem über mögliche Kombinationen mit Blutverdünnern, Antihypertensiva oder Medikamenten, die Leberenzyme beeinflussen.

Bestimmte Leberfunktionsstörungen können die Arzneimittelabbauprozesse beeinflussen. Der behandelnde Arzt wird in solchen Fällen die Behandlung sorgfältig überwachen oder gegebenenfalls alternative Therapien vorschlagen. Prüfen Sie regelmäßig Ihre Gesundheitsdaten mit dem Fachpersonal.

Falls eine neue Medikation verschrieben wird oder eine Operation geplant ist, ist es wichtig, dem Arzt mitzuteilen, dass Remeron Teil Ihrer Therapie ist. So können potenzielle Risiken frühzeitig erkannt werden.

Besondere Patientengruppen und Risiken

Bei älteren Patientinnen und Patienten kann das Risiko für Stürze, Benommenheit oder Gleichgewichtsstörungen erhöht sein. Eine behutsame Dosisanpassung und engmaschige Kontrolle sind hier sinnvoll. Die Lebensumstände und Begleiterkrankungen spielen eine wichtige Rolle in der Beurteilung.

Bei Leber- oder Nierenerkrankungen ist eine Anpassung der Behandlung oft nötig. Der Arzt prüft, ob eine reduzierte Dosis sinnvoll ist oder ob alternative Therapien besser geeignet sind. Patientinnen und Patienten sollten regelmäßig Rückmeldungen zu Beschwerden oder Veränderungen geben.

Schwangerschaft und Stillzeit werfen besondere Fragen auf. Die Entscheidung für eine Antidepressiva-Therapie in dieser Lebensphase erfordert eine individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken. Sprechen Sie offen mit dem behandelnden Arzt über Ihre Schwangerschaftsplanung oder Stillzeiten.

Bei Personen mit vorherigen suizidalen Gedanken oder Verhaltensweisen ist eine sorgfältige Überwachung besonders wichtig. Der Behandler wird den Verlauf regelmäßig evaluieren und bei Bedarf Anpassungen vornehmen. Eine direkte Kommunikation bei Verschlechterung ist sehr wichtig.

Schwangere, Stillende, Menschen mit schweren körperlichen Erkrankungen oder solche, die andere psychotrope Substanzen verwenden, benötigen eine individuelle Beratung. Prüfen Sie, ob alternative Behandlungswege sinnvoller sind und wie der sichere Start erfolgen kann.

FAQ

Im Folgenden finden Sie häufige Fragen rund um Remeron. Die Antworten geben allgemeine Orientierung. Für individuelle Empfehlungen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses FAQ-Format bietet Ihnen schnelle Orientierungspunkte, ersetzt aber keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Ihre persönliche Situation mit einer Fachperson.

Was ist Remeron und wofür wird es eingesetzt?

Remeron ist der Handelsname von Mirtazapin, einem Antidepressivum der NaSSA-Klasse. Es wird überwiegend bei Depressionen eingesetzt und kann auch Schlafstörungen und Appetitveränderungen beeinflussen. Die Entscheidung erfolgt in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Ist Remeron besser als Sertralin oder Venlafaxin für Depressionen?

Ob Remeron besser ist als Sertralin oder Venlafaxin, hängt von individuellen Merkmalen ab. Die Wirksamkeit variiert je nach Symptomenprofil, Verträglichkeit und Begleiterkrankungen. Ein direkter Vergleich ist selten eindeutig; die Wahl sollte gemeinsam mit dem Arzt getroffen werden.

Wie lange dauert es, bis Remeron wirkt?

Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sich eine spürbare Verbesserung erst nach mehreren Wochen einstellen kann. Der Verlauf ist individuell, und der Arzt wird regelmäßig den Bedarf an Anpassungen prüfen.

Ist ein Wechsel von Remeron zu einer anderen Therapie sinnvoll?

Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn die Wirkung nicht ausreichend ist oder starke Nebenwirkungen auftreten. Der Arzt plant den Übergang sorgfältig, um Entzugseffekte oder Unterbrechung der Behandlung zu vermeiden. Eine lückenlose Abstimmung mit dem Fachpersonal ist wichtig.

Kann Remeron während der Stillzeit oder Schwangerschaft verwendet werden?

Die Behandlung in Schwangerschaft oder Stillzeit erfordert eine individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Arzt; dieser berücksichtigt Ihre Lebenssituation und mögliche Auswirkungen auf das Kind.

Welche Nebenwirkungen treten am häufigsten auf?

Zu häufig berichteten Nebenwirkungen gehören Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, Schwindel und Gewichtszunahme. Nicht jeder erlebt alle Nebenwirkungen, und viele klingen nach einer Weile ab, wenn sich der Körper an das Medikament gewöhnt hat.

Ist Remeron sicher bei Leber- oder Nierenerkrankungen?

Bei Leber- oder Nierenerkrankungen ist eine Anpassung der Behandlung oft nötig. Der behandelnde Arzt prüft, ob Remeron fortgeführt werden kann oder ob eine Alternativtherapie sinnvoller ist. Eine individuelle Prüfung ist wichtig.

Sind generische Versionen von Remeron erhältlich?

In einigen Ländern können generische Versionen von Mirtazapin verfügbar sein. Ob diese in der Schweiz verfügbar sind, hängt von den lokalen Regelungen ab. Klären Sie dies mit Ihrem Apotheker oder Arzt.

Warum könnte ein Arzt Remeron statt eines SSRI wählen?

Der Arzt berücksichtigt Symptomprofil, Schlaf- und Appetitfragen, Nebenwirkungsrisiken und Begleiterkrankungen. Remeron kann in bestimmten Fällen bessere Auswirkungen auf Schlaf und Gewicht haben, was in der individuellen Entscheidung eine Rolle spielt.

Kann Remeron mit Alkohol oder anderen ZNS-dämpfenden Substanzen kombiniert werden?

Alkohol und andere zentral dämpfende Substanzen können die beruhigende Wirkung verstärken und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den Konsum von Alkohol während der Behandlung.

Was passiert, wenn ich die Einnahme vergesse?

Setzen Sie Remeron nicht eigenmächtig fort oder abbrechen Sie die Behandlung. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, um den besten Vorgehen bei einer vergessenen Dosis zu klären. Eine aufeinander abgestimmte Fortführung der Therapie ist wichtig.

Wie lange soll ich Remeron dauerhaft nehmen?

Die Behandlungsdauer variiert stark. Der Arzt bewertet regelmäßig den Verlauf und entscheidet über Fortsetzung, Anpassung oder Beendigung der Therapie. Langzeitentscheidungen hängen von der individuellen Situation ab.

Gibt es Alternativen zu Remeron, wenn es nicht gut vertragen wird?

Ja. Es gibt verschiedene Antidepressiva mit unterschiedlichen Wirkeinheiten. Die Wahl hängt von Ihrem Profil ab. Besprechen Sie mit dem Arzt, welche Alternative am besten zu Ihnen passt und wie der Übergang sicher gestaltet wird.

Wie finde ich verlässliche Informationen zu Remeron?

Die offizielle Packungsbeilage, der direkte Austausch mit Ihrem Arzt oder Apotheker sowie seriöse medizinische Quellen sind verlässliche Anlaufstellen. Wenn Unsicherheiten bestehen, suchen Sie eine fachliche Beratung auf.

Wo man mehr erfahren kann

Für detaillierte, patientenorientierte Informationen zur Anwendung von Remeron sollten Sie die Packungsbeilage konsultieren und das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Apotheker suchen. Diese Quellen bieten individuelle Hinweise zu Indikationen, Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und praktischen Tipps für den Alltag.

In der Schweiz ist die Einordnung von Remeron in die Behandlungspfade abhängig von Ihrem Behandlungsplan und den jeweiligen Vorschriften. Sprechen Sie mit einem Facharzt, einer Fachärztin oder einer Apotheke, wenn Sie spezifische Fragen zur Verfügbarkeit, zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse oder zu regionalen Regelungen haben.

Denken Sie daran: Informationen auf dieser Seite dienen der Orientierung und ersetzen keinesfalls eine persönliche medizinische Beratung. Bei akuten Beschwerden oder dringendem Beratungsbedarf wenden Sie sich umgehend an eine medizinische Fachstelle.

Wenn sich Ihre Situation ändert – zum Beispiel neue Begleiterkrankungen, eine geplante Schwangerschaft oder Änderungen bei anderen Medikamenten – vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, um Ihre Therapie entsprechend anzupassen. Ihre Sicherheit und Ihr Wohlbefinden stehen dabei im Vordergrund.

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Reto Baumann
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Reto Baumann
Eidg. dipl. Apotheker, Fachapotheker FPH in Offizinpharmazie